Sie befinden sich hier: Home > Projekte > MontanAqua
MontanAqua
> Übersicht

MontanAqua

    MontanAqua: Ansätze zum Umgang mit Wasserknappheit in den Alpen – Wasserbewirtschaftungsoptionen für die Region Crans-Montana-Sierre (Wallis)

    Eine Studie im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes NFP 61 "Nachhaltige Wassernutzung"

    Resultate und Lösungsvorschläge gegen drohende Wasserknappheit im Wallis

    Die Studie, welche in den letzten vier Jahren die Geographischen Institute der Universitäten Lausanne, Fribourg und Bern mit Unterstützung der lokalen Behörden durchgeführt haben, hat gezeigt, dass die Region bis 2050 mit fast unverändert grossen Wasservorkommen rechnen kann. Obwohl, oder gerade weil der Plaine Morte Gletscher in den nächsten Jahrzehnten weiter massiv schmilzt und bis gegen 2100 vollständig verschwinden wird, steht insgesamt viel Wasser zur Verfügung. Allerdings muss mit häufigeren Trockenjahren wie 2003 oder 2011 gerechnet werden, insbesondere mit kleinerem Wasserdargebot im Spätsommer und Herbst.
    Zusammen mit der Begleitgruppe RegiEau mit Vertretern und Vertreterinnen aus Behörden, Verbänden und der Wirtschaft wurden vier unterschiedliche Visionen (Szenarien) für die regionale Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft erarbeitet. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der heutigen Wassernutzungen in den 11 Gemeinden konnte unter Berücksichtigung des Klimawandels für die vier Visionen der Wasserbedarf ermittelt werden. Schliesslich ergab die Gegenüberstellung mit den Wasservorkommen, dass in durchschnittlichen Jahren kaum Wassermangel herrschen wird, in Trockenjahren jedoch teilweise im Winter, aber insbesondere im Spätsommer und Herbst zu wenig Wasser im Angebot steht. Ferner ist klar geworden, dass bis 2050 weniger der Klimawandel und vielmehr die Ziele der regionalen Entwicklung (Visionen) für Veränderungen des Wasserverbrauchs wichtig sind. Eine nachhaltig geplante regionale Entwicklung würde zudem zur sparsamen Nutzung von Wasser beitragen.
    Eine Analyse des aktuellen Wassermanagements und der gegenseitigen Absprachen und Regelungen zur Wasserverteilung zwischen den Gemeinden hat gezeigt, dass eine koordinierte Wasserwirtschaftsplanung und eine gemeinsame Wasserbewirtschaftung in der Region notwendig sind, um künftige Zeiten mit Wasserknappheit zu bewältigen. Diese Massnahmen sind auf jedem Fall zusätzlich zu Verbesserungen in der Wasser-Infrastruktur einzuplanen. Der Ablauf von Konzessionen zur Wasserkraftnutzung bietet zudem die Möglichkeit, das Wasser gerechter auf alle Nutzer zu verteilen und die bestehenden Speicher als Reserve für saisonale Engpässe zu benützen.
    Alle Resultate wurden in 5 Fragen und Antworten sowie in 5 Empfehlungen zusammengefasst und in einem Faktenblatt und in einer kleinen Broschüre publiziert, welche weiter unten zum Download bereit stehen.

    Downloads

  • MontanAqua. Anticiper le stress hydrique dans les Alpes – Scénarios de gestion de l'eau dans la région de Crans-Montana-Sierre (Valais). Résultats finaux et recommandations. (ISBN 978-2-940368-20-4)

  • MontanAqua. Anticiper le stress hydrique dans les Alpes – Scénarios de gestion de l'eau dans la région de Crans-Montana-Sierre (Valais). Résultats finaux et recommandations – Résumé.

  • MontanAqua: Ansätze zum Umgang mit Wasserknappheit in den Alpen – Wasserbewirtschaftungsoptionen für die Region Crans-Montana-Sierre (Wallis). Schlussresultate und Empfehlungen – Zusammenfassung.

  • Würsten, Felix (2014): Eine Frage der Verteilung. In: Horizonte Nr. 100:38-39.




GIUBUniversiät Bern
Letzte Änderung: webmaster
© Copyright 2003 by Gruppe für Hydrologie